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Warum ein gutes Profilbild so wichtig ist

Im Internet wimmelt es nur so von überbelichteten oder unvorteilhaften Businessportraits. Warum es sich lohnt, dafür einen Profi zu engagieren, verrät uns Holger Ahrens. Der erfahrene Profil-Optimierer gibt auch wertvolle Tipps für Ihren Auftritt bei XING, LinkedIn & Co.
Gutes Portraitfoto Interview 14 Warum ein gutes Profilbild so wichtig ist

Ein Interview mit Holger Ahrens von Die Profiloptimierer, geführt von der Journalistin Ann-Christin Baßin

Worauf kommt es beim Profil im Internet besonders an?

Neben dem Namen und der Firma ist vor allem das Foto beim Internetauftritt entscheidend. Es muss selbst im Kleinen noch wirken. Ein Foto ist schließlich der erste Eindruck. Bei anderen Menschen gehen dadurch Schubladen im Kopf auf. Diese Chance sollte man nicht vergeben. Das kann man steuern, wenn man einen guten Fotografen/in engagiert. Mit dem Profi gelingt es, bestimmte Effekte hervorzurufen, Stärken zu unterstreichen, Schwächen ein bisschen abmildern. Man kann seine Schokoladenseite zeigen.

Worauf sollte man dabei konkret achten?

Bei Männern ist es meistens so, dass sie möglichst viel Gesicht zeigen sollten. Wenn sie eher der Krawatten-Typ sind, sollte diese auch im Anschnitt zu sehen sein. Ganz wichtig ist auch die Haltung auf dem Foto. Wie richte ich mich aus? Man sollte gerade stehen oder sitzen und Körper und Kopf nicht verdrehen. Sonst wirkt es unnatürlich und wie auf dem Sprung. Ein strahlendes Lächeln wirkt gewinnend, sollte jedoch nicht übertrieben werden. Ein freundliches Gesicht ist wichtig. Auf keinen Fall sollte man den Clown geben. Der Kontext sollte stimmen. Führungspersonen sollten seriös rüberkommen. Der Hintergrund ist ebenfalls wichtig. Damit kann man schon Kontext geben: Wenn man mit Maschinen arbeitet, könnten diese unscharf im Hintergrund zu sehen sein. Oder blinkende Computer. Damit bietet man dem Betrachter gleich eine Einordnung an. Er sieht auf den ersten Blick: Hier handelt es sich um einen freundlichen, angenehmen Menschen, der etwas mit Technologie zu tun hat. Was genau, ist zunächst nicht so entscheidend, aber andere bekommen so schon mal eine Vorstellung.

Muss das Foto immer so statisch sein?

Nein, ganz und gar nicht. Wer die Regeln kennt, kann sie auch brechen. Ich hatte kürzlich einen Klienten, der kam mit einem professionellen Foto, das ihn bei einer Rede zeigte, wo er gestikulierte. Gut gemacht, es wirkte sehr lebendig. Mal eine komplett andere Szene darzustellen, verschafft hohe Aufmerksamkeit. In diesem Beispiel nimmt man die Person als echte Führungskraft wahr. Auch ein gut gemachtes Video ist attraktiv, denn man kann den Protagonisten im Bewegtbild anderes wahrnehmen als auf einem Foto.

Reicht ein gutes Foto für immer?

Nein, man sollte regelmäßig Impulse ins Netzwerk geben und Bilder erneuern. Sobald man über 150 Kontakte in seinem Netzwerk hat, sollte man sein Foto regelmäßig aktualisieren. Es gibt es darauf auch die entsprechende Resonanz.

Wie bereitet man sich auf das Fotoshooting vor?

Am besten bequeme gut sitzende Kleidung anziehen und die Haare frisch waschen. Der Fotograf/in hat beim Shooting eine ganz wichtige Aufgabe: Er sollte sich einschwingen mit seinem Model und im richtigen Moment abdrücken, also wohlwollend und zugewandt reagieren.

Gibt es spezielle Tipps für Frauen?

Frauen müssen bei Business-Netzwerken ein bisschen aufpassen. Sie sollten – besonders wenn sie höhere Positionen bekleiden – öfter mal die Haare zusammenbinden. Das signalisiert eine Klarheit und Zielstrebigkeit. Sonst ist es schwer, dieses straighte Auftreten auch optisch darzustellen. Frauen sollten sich überlegen: Wie viel Oberkörper zeige ich denn? Was habe ich an? Ist das angemessen für das, was ich mache oder wo ich hin möchte? Man sollte ich ja immer für die Stelle anziehen, die man demnächst bekleiden will. Eine Konzernchefin, die ein Vertriebsgespräch hat, sieht anders aus eine Assistentin, die niemanden Angst machen will.

Was ist mit der Kleidung? Formell oder eher leger?

Zu formell ist heute nicht mehr angesagt. Keinen Schlips zu tragen, ist eine Absage an das High-Level-Management, das so hoch liegt, dass da oben die Luft schon dünn wird. Das bedeutet im Gegensatz: Mit mir kann man reden. Also werden diese „Chaka-Vertriebler“ nicht auf mich zukommen. Das muss einem klar sein. Kreative sollten auch optisch ein bisschen individuell daherkommen. Man spielt ja auch eine gewisse Rolle. Es ist in jedem Falle wichtig, Charakter auszudrücken und auch Grenzen zu setzen. Das kann durch besonderen Schmuck sein, Kleidung oder ein interessantes Accessoire.

Sollte es ein Farb- oder Schwarz-Weiß-Foto sein?

Es kommt drauf an. Wenn man herausstechen möchte aus der Masse und einen guten Fotografen hat, kann ein Schwarz-Weiß-Foto einen besonderen Effekt erzielen. Es wirkt edel und fällt auf.

Interview aufgezeichnet von Ann-Christin Baßin

Holger Ahrens

Der Medien-Informatiker (FH) ist erfahrener IT-Trainer und Berater für digitales Selbstmarketing. In Vorträgen, Workshops und persönlicher Beratung unterstützt er Mitarbeiter, Unternehmer und Unternehmen dabei, ihre Online-Aktivitäten zu optimieren. Oft geht es dabei um mehr, als nur die Werkzeuge zu beherrschen: Der Fokus liegt auf einem Verständnis für die Mechanismen des Social Web.

Mein Angebot zum Thema Profilbild ist das Social Media Portrait Paket. Mehr Infos dazu hier.

Für Business- und Firmenportraits erstelle ich gerne ein individuelles Angebot. Rufen Sie an unter 040-57245123 oder schreiben Sie eine email an info@monikalauber.de

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